Der Preis von allem
12. Juli 2026
Der vorige Gang zeigte den Staat, der die ganze Vernunft der Gesellschaft sein wollte, und schloss mit einer Ahnung: Die letzte Versuchung kommt von seinem alten Feind, dem Markt – und die beiden Gegner sind sich in einem einig. Nun sei dieser letzte Übergriff angesehen: das Wirtschaftsleben, das über seine Ufer tritt und die beiden anderen Glieder in sich aufnimmt, bis Recht, Bildung, Wissenschaft und Glaube nur noch Waren unter Waren sind. Und diese Position ist die stärkste von allen, weil sie gar nicht wie Herrschaft aussieht. Der Priester befiehlt, die Partei befiehlt; der Markt befiehlt nie – er bietet an. Darum zeigen wir ihn zuerst in seiner ganzen Kraft, als das Gegenteil von Zwang, ehe wir sehen, was er aufsaugt, und zuletzt wägen, was die drei Gänge zusammen ergeben. Auch dieser steht beim Realismus: es geht um den wirklichen Bau eines wirklichen Gemeinwesens.
Ordnung ohne Ordner
Der Grundgedanke ist von einer schönen Einfachheit, und er ist wahr. Es braucht keine Instanz, die das Gemeinwohl kennt und will, damit es entsteht; es entsteht hinter dem Rücken der Einzelnen, die nur das Ihre suchen. Adam Smith hat das Bild geprägt, das seither jeder kennt: Wer nur den eigenen Gewinn sucht, werde „von einer unsichtbaren Hand geleitet, einen Zweck zu fördern, der nicht in seiner Absicht lag" (engl. „led by an invisible hand to promote an end which was no part of his intention").1 Ordnung ohne Ordner. Und man muss hinzunehmen, was die Karikatur weglässt: Smith gründet den Markt gerade nicht auf blossen Eigennutz. Die Gerechtigkeit, sagt er, sei „der Hauptpfeiler, der das ganze Gebäude trägt" (engl. „the main pillar that upholds the whole edifice") – ohne sie zerfiele die Gesellschaft „im Augenblick in Atome". Der Vater des Marktdenkens setzt den Markt auf etwas Vor-Ökonomisches.
Die stärkste Fassung dieses Gedankens ist jüngeren Datums und stammt von Friedrich Hayek. Sie lautet: Das Wissen, das eine Wirtschaft braucht, hat niemand ganz. Es liegt zerstreut bei Millionen, als „verstreute Brocken unvollständigen und oft widersprüchlichen Wissens", jeder gebunden an seinen Ort und seine Stunde. Kein Amt und kein Rechner kann es einsammeln. Der Preis aber verrechnet es, ohne es einzusammeln – er ist, sagt Hayek, so etwas wie „ein System der Telekommunikation", das jeden nur auf wenige Zeiger schauen lässt.2 Wird ein Rohstoff knapp, so gebrauchen Zehntausende ihn sparsamer, „ohne dass ein Befehl ergeht, ohne dass mehr als eine Handvoll Menschen die Ursache kennt". Und der Wettbewerb, der das leistet, ist kein Wettlauf um Bekanntes, sondern ein Entdeckungsverfahren für Tatsachen, die es ohne ihn gar nicht gäbe; darum kann keine Planung ihn ersetzen, so wenig wie eine Voraussage die Forschung ersetzt. Hayek nennt diese Ordnung, die keinem Ziel dient und gerade darum allen Zielen, mit einem eigenen Wort: Katallaxie.
Von hier ist es nur ein Schritt zur reinsten Fassung der Trennung – von innen her. Milton Friedman befreit das Unternehmen von jeder Aufgabe ausser einer:
„There is one and only one social responsibility of business — to use its resources and engage in activities designed to increase its profits so long as it stays within the rules of the game."
„Es gibt eine einzige gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens – seine Mittel einzusetzen und Tätigkeiten nachzugehen, die auf die Mehrung seiner Gewinne zielen, solange es sich an die Spielregeln hält."
– Milton Friedman
Man höre genau hin: Das ist beinahe Steiner, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Die Wirtschaft solle wirtschaften, nicht regieren, nicht erziehen, nicht Kirche spielen; wer der Firma soziale Pflichten auflädt, macht den Manager heimlich zum Beamten ohne Wahl. Friedman will das Wirtschaftsleben rein halten – so wie Steiner es rein halten will –, nur dass für Friedman das Reine zugleich das Erste ist. Und die Methode reicht weiter, als man denkt: Gary Becker hat gezeigt, dass sich die ökonomische Linse auf fast alles legen lässt – auf Ehe und Scheidung, auf Verbrechen, auf Vorurteil, auf Bildung –, und zwar, wie er betont, nicht als Behauptung, alle Menschen seien eigennützig, sondern als blosse Methode: Jeder mehrt seinen Nutzen, „wie immer er ihn auffasst – ob eigennützig, selbstlos, treu, boshaft oder masochistisch".3 Hier wird die Ausdehnung sichtbar, doch sie kündigt sich nicht als Eroberung an, sondern als Werkzeug.
Ausdehnung als Befreiung
Damit steht die Gegenthese zu Steiner in ihrer stärksten Form, und sie lautet nicht „der Markt soll herrschen". Sie lautet: Der Markt ist gar keine Herrschaft, und ihn auf weitere Felder zu tragen, heisst nicht Zwang ausbreiten, sondern Zwang durch Zustimmung ersetzen. Wo der Staat befiehlt, lässt der Markt wählen. Wo der Planer ein Wissen zentralisiert, nutzt der Markt das Wissen aller. Wo die Behörde ein Ziel vorschreibt, dient die Katallaxie den je eigenen Zielen aller. Also, so der Schluss, bringt der Markt in Schule, Wissenschaft und Kultur eben diese Freiheit – er befreit den Bürger vom Monopol des Amtes, der Fakultät, der Kirche. Der schärfste Fall ist Friedmans Bildungsgutschein: Nicht der Staat solle Schulen betreiben, sondern die Nachfrage finanzieren; die Eltern wählen.4 Dieselbe Bewegung, die dem einen „Wahlfreiheit" heisst, wird dem anderen zur Ware – und welcher von beiden recht hat, ist die Frage dieses Ganges.
Ihren härtesten Satz spricht, seltsam genug, Hayek selbst – und er schneidet in beide Richtungen:
„Economic control is not merely control of a sector of human life which can be separated from the rest; it is the control of the means for all our ends."
„Wirtschaftliche Lenkung ist nicht bloss die Lenkung eines abtrennbaren Ausschnitts des menschlichen Lebens; sie ist die Lenkung der Mittel für alle unsere Zwecke."
– Friedrich Hayek, Der Weg zur Knechtschaft
Hayek meint das als Waffe gegen die zentrale Planung: Weil das Wirtschaftliche der Boden aller Zwecke ist, dürfe man es nicht in eine Hand geben, sondern müsse es im Markt zerstreuen. Aber im selben Satz steht die Voraussetzung, auf der die ganze Vorherrschaft ruht – dass das Wirtschaftliche der Boden aller Zwecke sei. Wer das zugibt, hat Steiners Trennung schon aufgegeben: Dann gibt es kein eigenständiges Geistesleben und kein eigenes Rechtsleben mehr, sondern nur „Mittel für alle unsere Zwecke", und es bleibt allein die Frage, wer sie lenkt – der Staat des vorigen Ganges oder der Markt dieses. Die stärkste Fassung der Markt-Vorherrschaft und ihre schärfste Kritik teilen dieselbe Prämisse; sie streiten nur über den Lenker. Steiner bestreitet die Prämisse: Das Wirtschaftliche ist ein Glied, nicht der Boden.
Was der Markt aufsaugt
Denn es gibt Dinge, die durch den Verkauf nicht bloss den Besitzer wechseln, sondern ihr Wesen verlieren. Karl Polanyi hat den Grund benannt: Eine wirkliche Marktgesellschaft muss Arbeit, Boden und Geld wie Waren behandeln – doch keines von ihnen ist zum Verkauf hergestellt. Arbeit ist nur ein anderer Name für das menschliche Leben, Boden ein anderer Name für die Natur, Geld ein blosses Zeichen der Kaufkraft; es sind, sagt Polanyi, fiktive Waren. Sie dennoch ganz dem Markt zu unterwerfen, treibe auf ein Ende zu:
„To allow the market mechanism to be sole director of the fate of human beings and their natural environment … would result in the demolition of society."
„Den Marktmechanismus zum alleinigen Lenker über das Schicksal der Menschen und ihrer natürlichen Umwelt zu machen … würde in der Zerstörung der Gesellschaft enden."
– Karl Polanyi, The Great Transformation
Polanyis Wort dafür ist Einbettung: Bis ins neunzehnte Jahrhundert lag das Wirtschaften eingebettet in die Gesellschaft; die Marktgesellschaft kehrt es um, bis die Gesellschaft eingebettet liegt in der Wirtschaft. Genau das ist die Gegenformel zu Steiner: nicht drei Glieder nebeneinander, sondern eines, das die andern verschluckt. Michael Sandel hat es auf die kürzeste Form gebracht: der Unterschied zwischen einer Marktwirtschaft und einer Marktgesellschaft.5 Eine Marktwirtschaft sei „ein Werkzeug … zur Ordnung produktiver Tätigkeit" (engl. „a tool … for organizing productive activity"); eine Marktgesellschaft dagegen „eine Lebensform, in der Marktwerte in jeden Bereich menschlichen Strebens einsickern" (engl. „a way of life in which market values seep into every aspect of human endeavour") – „ein Ort, an dem die sozialen Beziehungen nach dem Bild des Marktes umgeformt werden". Schon Marx hatte diese Umformung den Warenfetisch genannt: Wo alles zur Ware wird, erscheinen die Verhältnisse von Menschen als Verhältnisse von Dingen.
Das ist keine Theorie geblieben, und man sieht es gerade dort, wo Steiner das Geistesleben am eifersüchtigsten frei halten wollte. Die Universität, der Ort der zweckfreien Erkenntnis, wird zum Unternehmen: Wissen gilt, sofern es sich verwerten lässt – die Forscher nennen es selbst „academic capitalism", ein System, in dem „Wissen als Ware statt als freies Gut gilt".6 Die Wissenschaft, deren einziges Gesetz die Wahrheit sein soll, biegt sich, wo der Markt sie zahlt: Von der Industrie finanzierte Arzneistudien fallen messbar häufiger zugunsten des Geldgebers aus – nicht durch Betrug, sondern durch die Wahl der Frage, des Vergleichs, der Veröffentlichung. Und selbst die Religion, Steiners drittes freies Feld, wird nicht verboten wie im Staatssozialismus, sondern aufgesogen: Sie überlebt als Marke. „Um wirksam zu bestehen", schreibt Mara Einstein, „mussten die Glaubensgemeinschaften zu Marken werden"; das Streben nach grösserem Publikum habe die Religion von dem verschoben, „was die Menschen brauchen, zu dem, was sie wollen".7 Der Soziologe Jürgen Habermas hat für diese ganze Bewegung ein Wort, das der Reihe ihren Begriff gibt: die Kolonisierung der Lebenswelt – ein Bereich mit eigener Logik (Verständigung, Wahrheit, Sinn) wird von der fremden Logik des Geldes überschrieben.
Und hier zeigt sich, warum dieser Übergriff der schwerste zu bemerken ist. Der Staat des vorigen Ganges verbot das freie Geistesleben und stiess die Dichter aus; man sah die Gewalt. Der Markt verbietet nichts. Die Universität steht noch, die Kirche predigt noch, das Labor veröffentlicht noch – nur ihr Gesetz ist leise ausgetauscht, das Gesetz der Sache gegen das Gesetz des Zahlers. Wo die Partei die Seele zum Werkstück des Ingenieurs machte, macht der Markt sie zur Ware; das Ergebnis reimt sich. Beide Feinde, der Staat und der Markt, treffen sich in dem einen, was Steiner verwehrt: Aus dem, was seinem eigenen Gesetz gehorchen sollte, machen sie ein Mittel für einen fremden Zweck.
Die drei Masken
So bleibe auch hier der wahre Kern der Sache stehen, ehe geurteilt wird, denn er ist stark. Der freiwillige Tausch ist wirklich das Gegenteil von Zwang; das zerstreute Wissen ist wirklich zerstreut; der Markt ist wirklich ein Wunder der Koordination, an das keine Planung heranreicht. Wer das leugnet, hat den vorigen Gang nicht gelesen. Der Fehler liegt nicht im Markt, sondern in seiner Masslosigkeit – darin, dass er alles sein will. Und bezeichnend ist, dass die schärfste Grenze nicht von seinen Feinden gezogen wird, sondern von seinen Freunden. Henry George, ein Freund des Marktes, zog sie beim Boden: Für alles, was Arbeit hervorbringt, sei der Markt zurecht frei; aber der Boden ist keine solche Ware, „das gleiche Recht aller Menschen auf den Gebrauch des Bodens ist so klar wie ihr gleiches Recht, die Luft zu atmen" (engl. „as clear as their equal right to breathe the air"). Und Kevin Carson, der den Markt nicht verlässt, hält seinen Verteidigern vor, sie verwechselten unablässig „den tatsächlich bestehenden Kapitalismus" mit „freie-Markt-Prinzipien" (engl. „actually existing capitalism … free market principles").8 Selbst von innen also wird eine Linie gezogen um das, was Ware sein darf.
Damit schliesst sich die Reihe. Drei Gänge lang haben wir denselben Fehler in drei Gestalten gesehen, und es ist Zeit, das offen zu sagen: Der Priester, der Kommissar und der Kaufmann sind drei Masken einer einzigen Bewegung. Jeder hebt ein Glied des sozialen Leibes empor – das Geistesleben, den Staat, die Wirtschaft – und ruft: Dies ist der ganze Leib, mir gehorche das Übrige. Der eine will die Wahrheit befehlen, der andere die Wahrheit verwalten, der dritte die Wahrheit kaufen; am Ende hat keiner sie mehr. Steiners Antwort ist nicht, dass der richtige der drei siegen möge. Seine Antwort ist, dass keiner siegen darf: Freiheit im Geistesleben, Gleichheit im Rechtsleben, Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben, jedes nach seinem eigenen Gesetz, keines Herr über die andern. Ein Gemeinwesen ist nicht dann frei, wenn die rechte Macht über alles herrscht, sondern wenn keine Macht über alles herrscht. Was am Anfang stand, steht auch am Ende, nur weiss man es nun: Die Krankheit ist immer dieselbe Bewegung – ein Glied, das sich für den Leib hält.
Quellen
- Adam Smith, An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations (1776), Buch IV, Kap. II (die unsichtbare Hand, IV.2.9); The Theory of Moral Sentiments (1759), Teil II Abschn. III Kap. III (die Gerechtigkeit als „main pillar that upholds the whole edifice"). Englischer Text econlib (Wealth of Nations, Moral Sentiments) [direkt]; deutsche Wiedergaben eigene Übersetzungen.
- Friedrich A. von Hayek, „The Use of Knowledge in Society" (American Economic Review 35, 1945): das Wissen als „dispersed bits of incomplete and frequently contradictory knowledge", das Preissystem als „a system of telecommunications", die Verknappung ohne Befehl. Econlib (hykKnw) [direkt]. „Competition as a Discovery Procedure" (1968; engl. Übers. M. S. Snow, QJAE 5/3, 2002): der Wettbewerb als Entdeckungsverfahren; die Katallaxie als spontane Marktordnung. Mises-PDF [direkt]. Deutsche Wiedergaben eigene Übersetzungen.
- Milton Friedman, „The Social Responsibility of Business Is to Increase Its Profits" (New York Times Magazine, 13. September 1970) [direkt, Volltext-PDF]. Gary S. Becker, „The Economic Way of Looking at Behavior" (Nobel-Vortrag, 9. Dezember 1992): der ökonomische Ansatz als Methode, nicht als Eigennutz-Annahme („whether they be selfish, altruistic, loyal, spiteful, or masochistic"); die Felder Diskriminierung, Verbrechen, Humankapital, Familie. Nobel-PDF [direkt]. Deutsche Wiedergaben eigene Übersetzungen.
- Milton Friedman, Capitalism and Freedom (1962), Kap. VI („The Role of Government in Education"): der Staat könne ein Mindestmass an Schulbildung „by giving parents vouchers" finanzieren, statt Schulen selbst zu betreiben. Wortlaut vielfach belegt (snippet-basiert; Volltext urheberrechtlich gesperrt).
- Friedrich A. von Hayek, The Road to Serfdom (1944), Kap. VII („Economic Control and Totalitarianism"): „Economic control … is the control of the means for all our ends" (vielfach wortgleich belegt; snippet-basiert). Michael J. Sandel, „What Isn't for Sale?" (The Atlantic, April 2012) [direkt] und What Money Can't Buy (2012), die Unterscheidung „market economy … a tool" / „market society … a way of life" (snippet-basiert, wortgleich belegt).
- Sheila Slaughter / Gary Rhoades, Academic Capitalism and the New Economy (2004), S. 107 (Wissen „as a commodity rather than a free good"; „knowledge is the raw material for the knowledge economy"), zitiert nach einer den Wortlaut wiedergebenden Besprechung [direkt]. Käufliche Wissenschaft: J. Lexchin, L. Bero u. a., „Pharmaceutical industry sponsorship and research outcome and quality: systematic review" (BMJ 2003; 326:1167): industriefinanzierte Studien favorisierten den Geldgeber (Quotenverhältnis 4,05). PMC-Volltext [direkt]. Deutsche Wiedergaben eigene Übersetzungen.
- Mara Einstein, Brands of Faith: Marketing Religion in a Commercial Age (2008), Einleitung („faiths have had to become brands"; die Verschiebung „from what people need to what people want") [direkt, Volltext-PDF]; dazu das Wohlstandsevangelium (Kate Bowler, Blessed, 2013, snippet-basiert). Jürgen Habermas, Theorie des kommunikativen Handelns Bd. 2 (1981): die „Kolonisierung der Lebenswelt" durch die Medien Geld und Macht (Standardstelle, snippet-basiert). Karl Marx, Das Kapital I, Kap. 1, Abschn. 4 („Der Fetischcharakter der Ware"): der Warenfetisch, hier dem Gedanken nach referiert.
- Henry George, Progress and Poverty (1879), Buch VII, Kap. I: „The equal right of all men to the use of land is as clear as their equal right to breathe the air". Econlib [direkt]. Kevin A. Carson, Studies in Mutualist Political Economy (Selbstverlag 2004/2007), zum „vulgar libertarianism": die Verteidiger verwechselten „actually existing capitalism" mit „free market principles". Volltext frei auf mutualist.org [direkt]. Deutsche Wiedergaben eigene Übersetzungen.
Zur Arbeitsweise: Die englischsprachigen Autoren sind in ihrem Original angeführt (Englisch ist ihr Original und bleibt unverändert), mit deutscher Wiedergabe daneben; die deutschen Fassungen sind eigene Übersetzungen. Im Volltext selbst eingesehen und an der Stelle gelesen [direkt] wurden am 12. Juli 2026: Smith (Wealth of Nations IV.2.9, Moral Sentiments II.iii.3, econlib), Hayek („The Use of Knowledge in Society", econlib; „Competition as a Discovery Procedure", Mises-PDF), Friedman (NYT-Essay 1970), Becker (Nobel-Vortrag 1992), Lexchin u. a. (BMJ 2003, PMC), die Slaughter/Rhoades-Definition (im Volltext einer zitierenden Besprechung), Einstein (Brands of Faith, Einleitung), Sandels Atlantic-Anriss, Henry George (Progress and Poverty VII.1, econlib) und Kevin Carson (mutualist.org). Als (snippet-basiert) gekennzeichnet – mehrfach unabhängig wortgleich belegt, der Volltext aber nicht selbst geladen (Leihschranke bzw. Urheberrecht) – sind: Polanyis drei Kernsätze (The Great Transformation, Kap. 6), Sandels Unterscheidung Marktwirtschaft/Marktgesellschaft, Hayeks Satz aus dem Weg zur Knechtschaft, Friedmans Gutschein-Satz, Habermas' „Kolonisierung" und Bowlers Definition des Wohlstandsevangeliums. Marx' Warenfetisch (Kapital I, Kap. 1) ist dem Gedanken nach referiert, nicht wörtlich zitiert, weil der deutsche Originalwortlaut nicht aus zuverlässiger Ausgabe gesichert werden konnte (zeno.org nicht erreichbar). Jede Position ist in ihrer stärksten Form dargestellt, ehe gewogen wird; geprüft wird die Sache, nie die Person. Die schärfsten Grenzen des Marktes sind bewusst seinen eigenen Freunden entnommen (George, Carson), nicht seinen Gegnern.